Warum dein Immunsystem auch im Sommer Unterstützung braucht
Im Winter schlürfst du heiße Zitrone, doch sobald die Sonne vom Himmel strahlt, braucht dein Immunsystem keine Unterstützung mehr? Von wegen: Es kämpft in den heißen Monaten zwar gegen andere Herausforderungen – aber es kämpft. Wogegen? Das decken wir hier auf.
1. Temperaturschwankungen
Jedes Mal, wenn du von draußen in einen klimatisierten Raum trittst – etwa den Supermarkt oder Bus–, muss dein Körper Energie aufwenden, um seine Temperatur auszugleichen.
Passiert das häufiger, weil dein Zuhause oder das Büro klimatisiert sind, schwächen die Schwankungen dein Immunsystem – genau wie große Hitze: Weil der Körper jetzt mehr Stresshormone ausschüttet, reagieren Immunzellen langsamer.
2. UV-Strahlung
Du liegst am See und genießt die Sonne auf deiner Haut – was der Seele schmeichelt, fordert dein Immunsystem immens heraus: UV-Strahlen unterdrücken die Reaktion deiner Abwehrkräfte.
Gleichzeitig erhöhen sie den oxidativen Stress – dein Immunsystem löscht diese inneren Brände zwar, muss dafür jedoch permanent auf Trab bleiben.
3. Trockene Schleimhäute
Heiße Luft und Ventilatoren schwächen die erste Verteidigungslinie deines Immunsystems: Trocknen deine Schleimhäute aus, bröckelt nicht nur die mechanische Barriere – auch Abwehrstoffe gehen verloren.
Diese sind im Schleim enthalten, wo sie schädliche Erreger bekämpfen und nützliche Bakterien tolerieren – eine immunologische Gratwanderung.
4. Schlechter Schlaf
Die optimale Temperatur für erholsamen Schlaf liegt zwischen 16–19 Grad – kein Wunder, dass du dich im Sommer länger durchs Bett wälzt, bis du endlich träumst.
In der Nacht schüttet dein Immunsystem jedoch Botenstoffe aus und „trainiert“ seine Abwehrzellen. Schläfst du zu wenig, steigt deshalb deine Anfälligkeit für Erkältungen und Infekte.
5. Freizeitstress
Der Sommer verspricht gute Laune und Leichtigkeit – doch genauer hingeschaut, verbirgt sich hier auch (Freizeit-)Stress:
- Vielleicht fühlst du dich unter Druck gesetzt, das gute Wetter nutzen zu müssen, obwohl dein Körper sich eigentlich nach Ruhe sehnt.
- Deine Konzentration leidet unter der Hitze, doch weil die To-Do-Liste sich nicht von alleine erledigt, strengst du dich noch mehr an.
- Der Urlaub ist seit langem gebucht und du kannst es kaum erwarten, deinen Koffer zu packen – bevor es losgeht, musst du allerdings deine Abwesenheit auf der Arbeit vorbereiten. Und das heißt meistens: Kollegen einarbeiten, Aufgaben koordinieren, Deadlines erfüllen.
Um den Stress zu bewältigen, schüttet dein Körper mehr Cortisol aus. Das Hormon macht dich zwar leistungsfähiger, drosselt aber zugleich deine Abwehrkräfte.
Elementare Nährstoffe für dein Immunsystem
Obwohl der Winter als Hauptsaison für dein Immunsystem gilt, fordern die heißen Monate es ebenfalls heraus – du bist zwar mehr draußen und deswegen seltenen Erregern ausgesetzt, dafür kämpft es im Sommer gegen Hitze und UV-Strahlen.
Wenn du möchtest, kannst du dein Immunsystem dabei unterstützen. Für seine normale Funktion elementar:
- Eisen
- Zink
- Kupfer
- Vitamin A, C und D
Doch auch Ballaststoffe können jetzt interessant sein – wusstest du, dass sich 70–80 Prozent deiner Immunzellen im Darm befinden? Indem du ihm Gutes tust, stärkst du dein Wohlbefinden auf verschiedene Weise – das beweisen immer mehr Studien rund ums Mikrobiom.
Regelmäßige Bewegung bringt den Darm in Schwung und stärkt das Immunsystem: Jedes Workout fordert es zunächst, doch langfristig geht es – wie deine Muskeln – kräftiger daraus hervor.
Fazit: Der Sommer strengt dein Immunsystem mehr an, als du denkst
Damit du den Sommer genießen kannst, muss deine Gesundheit mitspielen – doch dein Immunsystem hat in den heißen Monaten mehr zu tun, als du bisher vielleicht dachtest: Hitze, Stress, schlechter Schlaf und trockene Luft fordern deine Abwehrkräfte ganz schön heraus.
Wenn du lieber am See statt im Bett liegen möchtest, solltest du dein Immunsystem weiterhin unterstützen: durch eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Nährstoffen – und regelmäßige Bewegung.

Seit ihrer Kindheit will Carina vor allem eins: Die Umwelt schützen. Zunächst wurde sie politisch aktiv, besuchte Seminare und schrieb ein Buch. Später verwirklichte sie einen Traum, der sie bis heute begleitet: Als selbstständige Texterin für nachhaltige Unternehmen macht sie mit ihrer größten Leidenschaft - dem Schreiben - die Welt jeden Tag ein kleines bisschen besser.