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Algen essen » So gesund und nachhaltig ist das Superfood aus dem Meer

10.11.2021 09:05

algen-essen-ueberblick

In keinem anderen Organismus stecken so viele Wunder – Algen sind der Ursprung unserer Existenz: Sie waren es, die vor Milliarden Jahren haben die Atmosphäre mit Sauerstoff gefüllt haben. Und das ist erst der Anfang – reich an Nährstoffen, leisten sie uns bis heute wertvolle Dienste. Welche das sind, erfährst du hier. Spoiler: Nach diesem Text wirst du Algen in einem anderen Licht sehen.

Hinweis: Du bist bereits Algen-Experte und auf der Suche nach hochwertigen Algen aus dem Meer? - Entdecke jetzt unser Algen-Sortiment!

Welche Nährstoffe stecken in Algen?

Calcium, Eisen, Omega-3, die Vitamine A, E, C und K, Magnesium, Zink, Selen und Folsäure – Algen sind wahre Nährstoffpakete. Obendrauf schenken sie uns viel Eiweiß – je nach Sorte bis zu 60 Gramm! – sowie Ballaststoffe, die für eine gesunde Verdauung wichtig sind und lange satt machen. Praktisch, dass Algen gleichzeitig nur wenige Kalorien liefern und helfen, das Gewicht zu halten (oder ein paar Pfunde loszuwerden).

Schildrüsenprobleme? Finger weg!

Bis obenhin mit wertvollen Inhaltsstoffen vollgepackt, decken schon kleine Algenmengen deinen Tagesbedarf – sie runden den Speiseplan also sinnvoll (und lecker!) ab.

Trotzdem: Vielleicht solltest du lieber die Finger von dem Meeresfood lassen – das gilt dann, wenn du unter Schilddrüsenproblemen leidest (insbesondere Hashimoto). In vielen Sorten stecken große Jodmengen, die den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen können.

Die gute Nachricht: Manche Algen – zum Beispiel Chlorella – enthalten nur wenig Jod. Hier gilt der Verzehr als unbedenklich. Außerdem kannst du den Gehalt durch gründliches Auswaschen senken.

Wichtig: Kaufe nur hochwertige Algen

Auch wenn du rundum gesund bist, solltest du auf die Qualität der Algen Wert legen. Bedenke: Sie filtern Schadstoffe aus dem Meer, wie die Leber es in deinem Körper tut – so kommt es, dass manche Produkte mit Schwermetallen oder Toxinen belastet sind. Stimmen Herkunft, Anbau und Kontrollen, gibt es keinen Grund zur Sorge. Kaufe deine Algen einfach bei vertrauensvollen Herstellern und verzichte auf ominöse Internetangebote.

9 Algen, die du kennen solltest

In der folgenden Übersicht stellen wir Ihnen die bekanntesten Algen vor. Unter dem Link "Mehr erfahren" werden Sie ganz einfach direkt zum Produkt weitergeleitet:

1. Chlorella: Wertvolle Protein-Quelle
weitere Bezeichnungen: Chlorella vulgaris

60 Prozent Protein, bestehend aus allen essenziellen Aminosäuren, wenig Fett, dafür jede Menge Mikronährstoffe und eine ordentliche Portion Chlorophyll – Chlorella hat mit gutem Grund Berühmtheit erlangt. Verfügbar als Pulver oder Kapseln handelt es sich eher um ein Nahrungsergänzungsmittel. Aufgrund des geringen Jodgehalts für Hashimoto-Patienten geeignet. Insgesamt gilt Chlorella als besonders verträglich – auch bei regelmäßiger Einnahme sind kaum Nebenwirkungen bekannt.

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2. Kelp: Umami pur
weitere Bezeichnungen: Ascophyllum nodosum

Kelp wächst in kühleren Regionen wie dem Nordpazifik heran. Unter optimalen Bedingungen schießt er täglich 30 - 60 Zentimeter in die Höhe – und bildet einen dichten Algenwald, in dem allerlei Lebewesen Unterschlupf finden. Gilt er sei hunderten Jahren als geschätztes Nahrungsmittel der japanischen Küche, schwappt seine Bekanntheit allmählich in den Westen. Der herzhafte Umami-Geschmack macht Kelp zu einem tollen Gewürz. Aufgrund seines hohen Jodgehaltes kommt er auch in Nahrungsergänzungsmitteln vor – hier versorgt er dich mit zahlreichen Vitaminen und Mineralien wie Folsäure, Eisen, Magnesium oder Riboflavin.

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3. Nori: Würzig-süße Röstaromen
Unsere Nori-Flocken stammen aus biologischem Wildwuchs vor der Atlantikküste Argentiniens.

Die wahrscheinlich bekannteste Speisealge: Nori. Um Sushi gewickelt, hat sie die Welt erobert. Zum Glück! Denn die Blätter überzeugen mit einem würzig-süßlichen Geschmack inklusive Röst- sowie Pilzaromen – und wertvollen Nährstoffen. Es gibt sogar Hinweise, dass ihr B12 eine gute Bioverfügbarkeit besitzen könnte, wie sie sonst nur in tierischen Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln vorkommt. Omega-3-Fettsäuren und eine große Portion Ballaststoffe sowie Eiweiß runden das Profil der Alge ab. Trotzdem nur in Maßen genießen, auch hier ist viel Jod enthalten.

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4. Spirulina: Grünes Nährstoffwunder
weitere Bezeichnungen: Hawaiian Spirulina Pacifica

Spirulinaalgen gehören zu den ältesten Lebewesen auf unserem Planeten. Besonders gerne gedeihen sie in flachen Gewässern wie Salzseen oder Lagunen. Hier schließen sie sich zu riesigen Gruppen zusammen und bilden herrlich-grüne Algenteppiche. In Becken kultiviert, wachsen sie mittlerweile auch in Europa heran. Kulinarisch spielt Spirulina eine eher untergeordnete Rolle. Sie kommt vielmehr als Nahrungsergänzung zum Einsatz. Hier erwarten dich pro 100 Gramm rund:

  • 400-700 mg Calcium
  • 400-480 mg Magnesium
  • 50-100 mg Eisen
  • 100-300 mg Selen
Ein kleines „aber“ gibt es trotzdem: Du nimmst Spirulina in nur geringen Dosen auf – die empfohlene Verzehrmenge liegt bei ca. 6 Gramm. Weil in der Mikroalge wenig Jod steckt, spricht jedoch nichts gegen einen täglichen Genuss.

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5. Wakame: Herrlich knackig & salzig-süß
Unsere Wakame-Flocken stammen aus biologischem Wildwuchs vor der Atlantikküste Spaniens.

Die Wakame stammt ursprünglich aus dem Pazifik um Korea, China und Japan. Heutzutage wird sie weltweit an dicken Seilen gezüchtet und nach ca. zwei Jahren geerntet. Neben den Blättern eignen sich auch ihre Wurzeln zum Verzehr. In Japan gelten diese sogar als Spezialität. Knackig im Biss und salzig-süß im Geschmack runden Wakame deine Gerichte ab – du kannst sie entweder frisch oder getrocknet genießen. Egal, wie du sie bevorzugt: Jeder Happen schenkt dir Calcium, Magnesium, Phosphor und reichlich Vitamine (A, C, E, B6).

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6. Klamath (AFA) Alge: 65 Nährstoffe in jedem Gramm
weitere Bezeichnungen: Klamath, AFA Alge

Afa-Algen besiedeln unseren Planeten seit rund 3,5 Milliarden Jahren. Heutzutage gedeihen sie an sehr wenigen Orten – zum Beispiel dem Lake Klamath in Oregon: einem naturbelassenen See, der mit unvergleichlich klarem Wasser besticht. Ihr Spektrum an über 65 Nährstoffen hat der Afa-Alge zum Dasein als Superfood verholfen. Neben den üblichen Vitaminen und Mineralien ist sie besonders reich an sekundären Pflanzenstoffen wie Phycocyanin und Chlorophyll. Gleichzeitig jodarm, kann Afa bei Schilddrüsenproblemen verzehrt werden.

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7. Dulse: Der Speck aus dem Meer
weitere Bezeichnungen: Rotalge, Lappentang

Nussig-würzig im Geschmack und angenehm im Biss, ist Dulse eine tolle Gemüsebeilage – sogar dann, wenn du sie getrocknet kaufst: Einfach in Wasser einweichen und zusehen, wie sie das 5- bis 8-fache ihres Gewichts gewinnt. Toll, um einen Salat zuzubereiten oder als Topping zu Reis, Tofu und anderen Gerichten. Frittiert gilt sie als „Speck aus dem Meer“ und überzeugt mit leckeren Röstaromen. Trotzdem in Maßen genießen – auch Dulse ist von Natur aus reich an Jod.

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8. Meersalat: Tolle Omega-3-Quelle
weitere Bezeichnungen: Meerlattich, Ulva-Alge oder Grünalge

Meersalat hast du wahrscheinlich schonmal bei einem Strandspaziergang gesehen. Die knackigen, leuchtend grünen und gekräuselten Blätter wachsen in allen Meeren, bevorzugt auf steinigen Untergründen oder Muscheln. Ihr Aroma lässt sich als frisch-gemüsig beschreiben; so manchen Kulinariker erinnert es an Spinat und Sauerampfer. Definitiv eine schmackhafte und gesunde Bereicherung deines Speiseplans – freu dich auf reichlich Ballaststoffe, Omega-3, Magnesium, Eisen und mehr.

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9. Meeresspaghetti: Kalorienarme Nudelalternative
weitere Bezeichnungen: Riementang

Ihr langer, dünner Wuchs erinnert an Bandnudeln – so verwundert es kaum, dass sie zur Pastaalternative erkoren wurden. Der sanfter Meeresgeschmack rundet typische Saucen ab und schmeckt oft sogar Leuten, die bei Algen den Mund verziehen. 10 Minuten in heißem Wasser quellen lassen, anschließend ca. eine halbe Stunde kochen und wie gewohnt zubereiten. Tipp: Für eine verträgliche Joddosis die herkömmlichen Spaghetti nur zu einem Teil ersetzen.

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Algen zubereiten: Wie du sie genießen kannst

  • als Gewürz: In Eintöpfe, Suppen, Gemüse- oder Reisgerichte gemischt, verfeinern Algen deine Lieblingsspeisen mit herrlich würzigen Aromen und einer sanften Meeresbrise. Unbedingt ausprobieren!
  • als Topping: Getrocknet oder zunächst eingeweicht, kannst du Dulse, Meersalat, Wakame und Co über deinen Reis geben oder in den Salat streuen. Sorgt für mehr Crunch, Geschmack und Nährstoffe!
  • zum Backen: In Brot- oder Pfannkuchenteig setzen Algen schöne Akzente – sowohl optisch als auch aromatisch.
  • für Smoothies: Die einfachste Art, jeden Tag das Superfood aus dem Meer zu genießen. Mit deinen liebsten Obst- und Gemüsesorten in den Mixer geben und einen außergewöhnlichen Drink zubereiten.
  • pur: Viele Algen kannst du direkt aus der Packung knabbern – in manchen Ländern gelten sie gar als Chipsersatz. Hier gerne mit allerlei Gewürzen experimentieren.

Klimawandel & Umweltschutz: Deswegen sind Algen wichtiger als du denkst

„Darum sollten wir Algen lieben“, titelt das Wissensmagazin Quarks – und behält recht: Ihr herrliches Aroma ist bloß die Spitze des Eisberges. Schauen wir unter die Wasseroberfläche, finden wir dort einen einzigartigen Beitrag zum maritimen Ökosystem. Denn: Ähnlich wie deine Leber nehmen Algen allerlei Schadstoffe – zum Beispiel Schwermetalle von Tankerunglücken – auf und reinigen den Ozean auf diese Weise. Gleichzeitig fischen sie Kohlenstoff aus der Atmosphäre und vergraben dieses im Meeresboden, wo es sicher lagert.

Heißt: Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Die Biologin Marianne Holmer hat in einer Untersuchung herausgefunden, dass Seegraswiesen die Erderwärmung ausbremsen könnten – ein Hektar soll so viel Kohlenstoff aufnehmen wie zehn Hektar Wald. So kommt es, dass manche Forscher*innen eine künstliche Algenblüte erwägen. Diese würde das Wachstum der Meerespflanzen in die Höhe schnellen lassen, ist allerdings umstritten. Sinken sie zu Grund und werden sie hier von Bakterien zersetzt, schwindet der Sauerstoff im Wasser – es entstehen tote Zonen, die fortan nur noch Quallen und andere Algen besiedeln können.

Übrigens: Auch in der Sauerstoffproduktion sind Algen den Bäumen überlegen. Sie stellen den – mit Abstand! – größten Anteil her.

Blick in die Zukunft: Wie wir das Potenzial von Chorella & Co nutzen könnten

In den nächsten Jahrzehnten rollen riesige Herausforderungen auf uns zu. Die gute Nachricht: Manche davon könnten Algen lösen – in den Pflanzen steckt ein unglaubliches Potenzial.

  • Klimawandel: Wie oben beschrieben, filtern Algen Kohlenstoff aus der Atmosphäre und verankern ihn tief im Meeresboden.
  • Plastikverschmutzung: Schon jetzt gibt es erstes Verpackungsmaterial auf Algenbasis. Biologisch abbaubar, löst es sich in der Natur einfach auf.
  • Verbrennungsmortoren: Algen können als Energieträger üblichen Kraftstoff ersetzen und die Zeit bis zum flächendeckenden Elektroauto überbrücken.
  • Unterernährung: Sie bieten viele Nährstoffe, wachsen rasant und nehmen keinen Platz weg, der – vor allem wenn die Bevölkerung weiter steigt – für Acker oder Wohnraum benötigt wird.

Fazit: Kraftvolles Powerfood aus dem Meer

Algen verdienen ihren schlechten Ruf nicht. Ganz im Gegenteil. Ihr Aroma bringt Abwechslung auf den Teller, die Nährstoffe runden jeden Speiseplan ab – und ihre Auswirkungen auf Klimawandel, Plastikverschmutzung und Unterernährung bringen Wissenschaftler*innen zum Staunen. Grund genug, Wakame, Meersalat und Co am Strand nicht mehr angewidert zu beäugen – sondern ihnen eine Chance zu geben!

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Carina J.
Über die Autorin: Carina J., Ökonerd

Seit ihrer Kindheit will Carina vor allem eins: Die Umwelt schützen. Zunächst wurde sie politisch aktiv, besuchte Seminare und schrieb ein Buch. Später verwirklichte sie einen Traum, der sie bis heute begleitet: Als selbstständige Texterin für nachhaltige Unternehmen macht sie mit ihrer größten Leidenschaft - dem Schreiben - die Welt jeden Tag ein kleines bisschen besser.

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