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Hanfprotein? - Von wegen ungesund! (+ Rezepte für Shakes)

09.12.2019 13:49 / vitalundfitmit100 GmbH

hanfprotein

Hanfprotein wird derzeit von diversen Fitness-Experten als gesunde Alternative zu herkömmlichen Proteinpulvern angepriesen. Was Hanfprotein so besonders macht erfährst Du in diesem Beitrag...

Was ist Hanfprotein?

Hanfprotein bzw. Hanfprotein-Pulver wird aus den Samen der Hanfpflanze hergestellt, die zu ca. 25% aus Proteinen bestehen. In den Hanfsamen sind alle essentiellen Aminosäuren enthalten, die der Körper benötigt.

Auf dem international anerkannten Aminosäureindex erzielen die Hanfsamen und somit auch das Hanfprotein einen Wert von 0,66 (zum Vergleich: Reis: 0,56 / Rindfleisch: 0,92). Mit diesem Wert gelten die Hanfsamen als gut bekömmlich.

Doch nicht nur die Tatsache, dass alle essentiellen Aminosäuren enthalten sind, sondern vor allem die spezifische Beziehung dieser Aminosäuren untereinander macht das Hanfprotein so wertvoll. In Fachkreisen spricht man auch von einem "ausgezeichneten Aminosäuren-Profil".

Herstellung

Hanfprotein wird meist in Form eines Pulvers angeboten, das als Nebenprodukt bei der Herstellung von Hanföl entsteht. Dabei werden die Samen zunächst gründlich gereinigt bevor sie gepresst werden.

Neben dem gewonnenen Öl verbleibt in der Presse ein sogenannter Presskuchen, der sehr proteinreich ist. Für den Verkauf wird dieser presskuchen dann noch feiner vermahlen, bis ein lockeres Pulver entsteht, das sich in Flüssigkeit gut auflösen kann.

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Geschmack

Da es sich um ein reines Naturprodukt handelt, nimmt das Pulver den typischen Geschmack von Hanf an. Also recht bitter bis leicht süß. Einige Anwender beschreiben den Geschmack auch als sehr natürlich und erdig bzw. grasig.

Da das Pulver zum Verzehr aber meist in einem Smoothie oder einem Shake verrührt wird, kommt der durchaus gewöhnungsbedürftige Geschmack in der Regel aber nicht so stark zum Tragen.

Hanfprotein: Nährwerte

Das sind die durchschnittlichen Nährwerte von Hanfprotein Pulver pro 100 g:

Nährwerte Ø pro 100 g
Brennwert 1385 kj / 331 kcal
Fett 8,2 g
Kohlenhydrate 4,1 g
- davon Zucker 4 g
Ballaststoffe 23,9 g
Eiweiß 48,3 g

Außerdem enthält Hanfprotein viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, die unser Körper braucht, um einwandfrei zu funktionieren:

Vitamin / Mineralstoff mg pro 100 g
Kalium 1880 mg
Magnesium 1060 mg
Calcium 196 mg
Eisen 20,6 mg
Zink 12 mg
Vitamin b6 1,5 mg
Vitamin B1 1,3 mg
Vitamin E 0,6 mg
Folsäure 220 μg

Welche Aminosäuren enthält Hanfprotein?

Hanfprotein enthält alle sogenannten essentiellen Aminosäuren, die der Körper benötigt, aber selbst nicht herstellen kann.

Zu einem besonders großen Anteil enthält Hanfprotein sogenannte BCAA. Die Abkürzung stammt aus dem Englischen und steht für "Branched-Chain Amino Acids" (dt. Verzweigtkettige Aminosäuren).

Diese drei Aminosäuren gehören zu den BCAA:

  • Valin
  • Leucin
  • Isoleucin

Sie werden vor allem im Kraft- und Ausdauersport eingesetzt und sollen für einen besseren Muskelaufbau und spätere Ermüdung bei hohen Belastungen sorgen.

Darüber hinaus ist in Hanfprotein eine sehr große Menge der bekannten Aminosäure L-Arginin enthalten (sie macht fast ganze 4% der Gesamtmasse aus). Arginin ist für seine Gefäßerweiternde Wirkung bekannt, die erwiesenermaßen auch den Blutdruck senken kann. [1]

In folgender Tabelle findest Du eine detaillierte Übersicht über die im Hanfprotein enthaltenen Aminosäuren (sortiert nach enthaltener Menge):

Aminosäure Ø Gramm pro 100 g Funktion(en)
Glutamin 4,49 g Vergrößerung des Zellvolumens
L-Arginin 3,73 g gefäßerweiternd; blutdrucksenkend
Asparaginsäure 2,92 g wichtiger Transmitter im Nervensystem
Leucin 2,17 g Erhalt & Aufbau von Muskelgewebe
Valin 1,61 g Baustein für Proteinsynthese; reguliert den Blutzuckerspiegel (u.a.)
Alanin 1,45 g Energiebereitstellung bei Belastungen
Phenylalanin 1,43 g Aufbau von Eiweißen; Vorstufe vieler Hormone
Glycin 1,42 g Neurotransmitter im Zentralnervensystem
Prolin 1,36 g Bildung von Kollagen
Isoleucin 1,29 g Energiebereitstellung; Hormonregulation
Serin 1,28 g Reizübertragung von Neuronen
Lysin 1,17 g fördert Knochenwachstum & Zellteilung
Histidin 1,13 g beteiligt am Sauerstofftransport im Körper
Threonin 1,05 g beteiligt an Harnsäurestoffwechsel
Tyrosin 0,94 g Bildung von Adrenalin / Noradrenalin
Methionin 0,65 g wichtige Rolle bei Stoffwechselprozessen
Cystin 0,21 g Wachstum von Haut & Haaren

Biologische Wertigkeit von Hanfprotein

Die biologische Wertigkeit (BW) schwankt beim Hanfprotein meist zwischen ca. 90-105.

Anhand der sogenannten biologischen Wertigkeit (BW) wird ermittelt, wie gut ein Lebensmittel vom Körper verarbeitet werden kann. Anders ausgedrückt: "Wie viel Protein, das durch die Nahrung aufgenommen wurde, kann in körpereigenes Protein umgewandelt werden?"

Die biologische Wertigkeit wird nach einer bestimmten Formel berechnet. Als Ergebnis erhält man stets einen Zahlenwert. Als Referenzwert dient das Ei mit einem Zahlenwert von 100 (zwei weitere Beispiele: Kartoffel: 96 / Mais: 72).

Enthält Hanfprotein THC?

Nein, Hanfprotein enthält kein THC (Tetrahydrocannabinol).

Hanfprotein ist somit vollkommen legal in Deutschland und macht Dich auch nicht süchtig. Denn im Gegensatz zu den Cannabis-Blüten enthalten die Hanfsamen, aus denen Hanfprotein hergestellt wird, von Natur aus kein THC.

Auch in Bezug auf einen Drogentest oder eine Polizeikontrolle musst Du Dir selbstverständlich keinerlei Gedanken machen.

Für was ist Hanfprotein gut?

Hanfprotein kann aufgrund der enthaltenen Aminosäuren sehr vielseitig eingesetzt werden. Auf der einen Seite dient es als reguläres Nahrungsergänzungsmittel, das dazu beiträgt alle essentiellen Aminosäuren aufzunehmen.

Auf der anderen Seite kann es vor allem aufgrund der enthaltenen BCAA auch gezielt für den Kraftsport bzw. den Muskelaufbau verwendet werden.

Dosierung: Wieviel Hanfprotein am Tag?

Auf einigen Portalen im Internet ist zu lesen, dass man sich theoretisch monatelang ausschließlich von Hanfprotein ernähren könnte. Auch wenn es sich dabei um ein theoretisches Konstrukt handelt, kann man davon nur noch einmal ausdrücklich abraten.

Zwar enthält das Hanfprotein sehr viele wichtige Stoffe, die der Körper benötigt, um zu funktionieren. Allerdings würden wir auf diese Weise viel zu viel Eiweiß zu uns nehmen. Und das wäre definitiv ungesund bzw. schädlich.

Denn durch langfristig zu viel Eiweiß kann sowohl die Niere als auch die Leber Schäden davontragen bzw. in ihrer Funktion geschwächt werden. Auch eine Gewichtszunahme ist dann möglich.

Diese Devise gilt aber nicht nur für das Hanfprotein, sondern auch für alle anderen Proteinpulver auf dem Markt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt für einen durchschnittlichen Erwachsenen eine Tagesdosis von 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem Gewicht von 70 Kilo entspricht das etwa 56 Gramm Proteine pro Tag. Sportlich sehr aktive Menschen benötigen in der Regel mehr Proteine als der Durchschnitt.

Rezepte mit Hanfprotein

Wir haben für Dich zwei Rezepte mit Hanfprotein herausgesucht:

Rezept Nr. 1: Smoothie mit Hanfprotein


Dauer: ca. 10 Minuten
Schwierigkeit: Einfach

Zutaten:
  • 2 handvoll gemischter Salat
  • 2 TL Hanfprotein-Pulver
  • 1/2 Avocado
  • 1 Birne
  • 1/2 Orange
  • 1-2 Scheiben Bio-Zitrone (mit Schale)
  • 1/2 Mango
  • 1 Stück Kurkuma
  • 1 Stück Zwiebellauch
  • 3-5 Basilikumblätter
  • 200 ml Wasser
Zubereitung:
  1. Zutaten bei Bedarf waschen, schälen, schneiden etc.
  2. Die Zutaten in einen Mixer geben und solange mixen bis eine flüssig-cremige Konsistenz erreicht ist.
  3. Den fertigen Smoothie in ein geeignetes Glas geben & genießen!

Quelle: GrüneSmoothies.org (abgerufen am 07.12.2019)

Rezept Nr. 2: Erdbeer-Shake mit Hanfprotein


Dauer: ca. 5 Minuten
Schwierigkeit: Einfach

Zutaten:
  • 300 g Erdbeeren
  • 50 g Multikornflocken
  • 30 g Hanfproteinpulver
  • 200 ml Fruchtsaft (ideal: mit roter Farbe)
  • 70 ml Wasser
  • ein wenig Limettensaft
  • ein wenig Agavendicksaft (bei Bedarf)
Zubereitung:
  1. Erdbeeren ggf waschen und schneiden. Dann zusammen mit den anderen Zutaten in einen Mixer geben.
  2. Die Zutaten solange mixen bis eine flüssig-cremige Konsistenz erreicht ist. Am besten zwischendurch abschmecken und ggf. mehr Wasser oder mehr Erdbeeren dazugeben.
  3. Den Erdbeer-Shake mit Hanfprotein genießen!

Quelle: Edeka-Rezepte (abgerufen am 07.12.2019)

Hanfprotein: Erfahrungen & Berichte

Im Internet findet man einige Erfahrungsberichte von Anwendern, die Hanfprotein als Nahrungsergänzungsmittel oder gezielt zum Aufbau von Muskeln einnehmen. Die meisten Berichte fallen recht positiv aus.

So wird zwar der Geschmack teilweise als gewöhnungsbedürftig beschrieben. Allerdings werden die Inhaltsstoffe sehr gelobt.

Außerdem stellt es eine gute Alternativ zu den anderen typischen Proteinpulvern dar, die oft mit ungesundem Zucker angereichert werden, um den Verbrauchern besser zu schmecken... Um zu entscheiden, ob Hanfprotein das Richtige für Dich ist, solltest Du es aber einfach mal selbst ausprobieren.

Hat Hanfprotein Nebenwirkungen?

Grundsätzlich besitzt Hanfprotein keine nennenswerten Nebenwirkungen.

Allerdings sollte dennoch beachtet werden, dass im Pulver relativ viele Ballaststoffe enthalten sind, weshalb es bei übermäßigem Verzehr zu Blähungen und Probleme bei der Verdauung kommen könnte.

Darüber hinaus solltest Du - wie bereits weiter oben angesprochen - ohnehin darauf achten, nicht zu viel Protein zu Dir zu nehmen, da eine Überdosierung Deinem Körper langfristig schaden kann.

Ist der Verzehr bei einer Hanf-Allergie sinnvoll?

Auch wenn sie in der Gesellschaft nicht sonderlich bekannt ist, gibt es sie doch: Die Hanf Allergie. Deshalb möchten wir Dich bitten bei einer bekannten Hanf-Allergie zunächst mit einem Arzt zu sprechen, bevor Du Hanfprotein zu Dir nimmst. So können körperliche Reaktionen im Vorhinein abgesprochen werden.

Ist Hanfprotein glutenfrei?

Ja, Hanfprotein ist glutenfrei.

Für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit ist das ein sehr wichtiger Hinweis, da das Hanfprotein zum Beispiel auch als glutenfreies Mehl zum Backen verwendet werden kann.

Hanfprotein kaufen

Meist wird Hanfprotein in Form eines feinen Pulvers verkauft. So kann es - wie weiter oben gezeigt - in einen Smoothie oder Shake gemixt und als natürliche Eiweißquelle verwendet werden.

Die Produkte sind - vorausgesetzt es wurden keine Zusätze verwendet - vegan. Sollte der Hersteller dazu keine Angabe machen, frage sicherheitshalber noch einmal nach. Achte beim Kauf auch darauf, dass die Hanfpflanzen, deren Samen verarbeitet werden, aus biologischem Anbau stammen.

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Fazit

Hanfprotein wird in der Sport- und Fitness-Szene immer bekannter und beliebter. Denn neben seiner hohen biologischen Wertigkeit enthält es auch alle essentiellen Aminosäuren auf, die der Körper über die Nahrung aufnehmen muss. Außerdem handelt es sich bei meisten Hanfprotein-Produkten um natürliche Erzeugnisse, denen kein unnötiger Zucker zugeführt wird. Einen Versuch scheint es in jedem Falle Wert zu sein…


Quellen:

[1] Jia-Yi Dong et al.: Effect of oral l-arginine supplementation on blood pressure: A meta-analysis of randomized, double-blind, placebo-controlled trials; American Heart Journal, Volume 162, Issue 6, Dezember 2011, Seiten 959-965; https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0002870311006971?via%3Dihub (abgerufen am 07.12.2019)

Marcel
Über den Autor: Marcel H.

Marcel ist CEO der vitalundfitmit100 GmbH. Seine Leidenschaft ist die alternative Gesundheit für Mensch und Tier. Seit vielen Jahren bereits befasst er sich intensiv mit den unterschiedlichsten Themen wie Gesundheit, Spiritualität und Wohlbefinden. Marcel gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet, arbeitet und erarbeitet weltweit im Hintergrund an zahlreichen Projekten und Büchern mit.

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