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Das sollten Sie über Aminosäuren wissen: Bedeutung, Wirkungen und Bedarf

08.10.2018 07:02 / vitalundfitmit100 GmbH

Ihre Gesundheit ist Ihnen wichtig - deswegen knabbern Sie lieber an Möhrensticks als Chips und gehen auch dann zum Sport, wenn die Müdigkeit an Ihren Beinen zerrt.

Aber: Gemüse hin oder her, wie sieht es mit Ihrem Bedarf an Aminosäuren aus? Diese beteiligen sich ebenfalls an einer der wichtigsten Fragen in Ihrem Leben: Sind Sie gesund und bleiben das - oder machen sich Beschwerden bemerkbar? Damit das nicht passiert, erfahren Sie im Folgenden alles, was Sie über Aminosäuren wissen müssen.

Was sind Aminosäuren?

Stellen Sie sich Proteine wie ein Haus vor - und Aminosäuren als Ziegelsteine: Sie sind die Bausteine von Eiweißen. Unser Körper kettet bis zu 20 proteinbildende Aminosäuren in unterschiedlichen Reihenfolgen zu Eiweißen aneinander: Welche Funktionen und Eigenschaften diese übernehmen, entscheidet die Anzahl der Aminosäuren und ihre Position in der Kette.

Essentielle Aminosäuren vs. nicht essentielle Aminosäuren: Eine Liste

Mediziner teilen Aminosäuren in essentiell und nicht essentiell ein. Die nicht essentielle Gruppe stellt der Körper selbstständig her – es ist nicht nötig, sie über die Nahrung aufzunehmen. Essentielle Aminosäuren müssen wir ihm hingegen zuführen. Dazu gehören: Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Valin Bei Babys fallen zudem Arginin und Histidin in die essentielle Gruppe – ihr Körper kann diese erst im Laufe ihres Heranwachsens selbst entwickeln.

Welche Wirkung haben Aminosäuren?

Wie wichtig Isoleucin, Lysin und Co sind, zeigt sich durch ihre jeweiligen Funktionen. Erfahren Sie hier, warum Sie einen Mangel auf jeden Fall vermeiden sollten.

  • Isoleucin: Isoleucin ist unter anderem in die Bildung von Hämoglobin verwickelt - ein Stoff, der roten Blutkörperchen ihre Farbe verleiht und Sauerstoff aufnimmt, um diesen durch den Organismus zu den einzelnen Zellen zu transportieren. Außerdem greift Isoleucin in Blutzucker und Energielieferung ein und beteiligt sich an der Reparatur vor Muskelgewebe.
  • Leucin: Zusammen mit Isoleucin und Valin hilft Leucin bei der Wundheilung von Knochen, Muskeln und Haut. Darüber hinaus unterstützt Leucin die Herstellung des Wachstumshormons Somatotropin, welches bei Kindern und Jugendlichen für Längenwachstum sorgt. Leucin stoppt den Abbau von Muskeln und stimuliert die Bauchspeicheldrüse dazu, Insulin auszuschütten - welches wiederum den Blutzucker reguliert.
  • Lysin: Der Körper braucht Lysin, um Kollagen aufzubauen: Ein wichtiger Stoff für Knorpel und Bindegewebe. Außerdem steckt Lysin in Enzymen, Transportproteinen wie Blutplasma, Antikörpern und Hormonen sowie in Strukturproteinen, die für Knochen, Haut und Sehnen wichtig sind.
  • Methionin: Methionin unterstützt den Organismus, Fette in der Leber zu zersetzen und Schwermetalle zu bereinigen.
  • Phenylalanin: Ohne Phenylalanin müssten wir auf Noradrenalin verzichten. Unschön, denn der Botenstoff hilft bei der Kommunikation zwischen Nervenzellen und Gehirn. Aus Phenylalanin synthetisiert unser Körper Tyrosin - ein Stoff, den wir zur Bildung unterschiedlicher Hormone brauchen (zum Beispiel Adrenalin und Schilddrüsenhormonen).
  • Threonin: Kollagen, Elastin und Zahnschmelz haben eins gemeinsam: Threonin ist an ihrer Herstellung beteiligt. Elastin macht unter anderem Blutgefäße elastisch. Darüber hinaus benötigt unser Organismus Threonin für seine Antikörper.
  • Tryptophan: Ohne Tryptophan kein Serotonin – das Hormon geht aus der Aminosäure hervor. Serotonin hat Funktionen im Herz-Kreislauf-System, es wirkt sich auf Blutgefäße aus, beschleunigt die Wundheilung und beeinflusst unsere Emotionen positiv. Deswegen beschreiben Mediziner es als stimmungsaufhellend und manchmal sogar als Glückshormon. Außerdem gewinnt der Körper aus Serotonin Melatonin - ein Hormon, das unseren Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert.
  • Valin: Valin ist in die Insulinausschüttung eingebunden und greift damit in unsere Blutzuckerregulierung ein. Außerdem beteiligt sich Valin an der Synthese von Glutamat: Einem Botenstoff, der Gehirn und Rückenmark in ihrer Kommunikation unterstützt.

Wie hoch ist Ihr Bedarf an Aminosäuren?

Wenn dem Körper Aminosäuren fehlen, können Beschwerden folgen. Kein Wunder - immerhin beteiligen sie sich an vielen wichtigen Prozessen. Mit einem Aminosäurenprofil bestätigen oder entkräften Ärzte den Verdacht. Aber ein Mangel lässt sich einfach vorbeugen - erfahren Sie im Folgenden, wie hoch Ihr täglicher Bedarf laut der WHO ist.

Aminosäure
Täglicher Bedarf
Lysin
30mg/pro Kilo Körpergewicht
Leucin
39mg/ pro Kilo Körpergewicht
Isoleucin
20mg/ pro Kilo Körpergewicht
Valin
26mg/ pro Kilo Körpergewicht
Threonin
15mg/ pro Kilo Körpergewicht
Phenylalanin
25mg/ pro Kilo Körpergewicht
Tryptophan
4mg/ pro Kilo Körpergewicht
Methionin
10,4mg/ pro Kilo Körpergewicht

Übrigens: Aminosäuren stecken in allen Lebensmitteln mit Proteingehalt - Eiweiße bestehen schließlich immer aus ihnen. Aber: Nicht in jedem Nahrungsmittel finden Sie die gesamte essentielle Gruppe. Manche decken nur einen Teil der Liste ab.

Fazit: Essentielle Aminosäuren dürfen nicht fehlen

Aminosäuren sind Bausteine von Proteinen – und damit Bausteine unseres Körpers. So winzig klein die Strukturen auch sein mögen. Sie übernehmen in unserem Organismus vielfältige Aufgaben, ohne die wir unter erheblichen Beschwerden leiden würden. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich mit Lysin, Valin und Co ausreichend versorgen.

Carina J.
Über die Autorin: Carina J., Ökonerd

Seit ihrer Kindheit will Carina vor allem eins: Die Umwelt schützen. Zunächst wurde sie politisch aktiv, besuchte Seminare und schrieb ein Buch. Später verwirklichte sie einen Traum, der sie bis heute begleitet: Als selbstständige Texterin für nachhaltige Unternehmen macht sie mit ihrer größten Leidenschaft - dem Schreiben - die Welt jeden Tag ein kleines bisschen besser.

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