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Guarana vs. Kaffee: Das Duell – Wirkung, Vorteile und Nachteile

05.06.2019 12:30 / vitalundfitmit100 GmbH

Sie schlagen die Augen auf. Der erste Gedanke: Kaffee. Sofort. Kommt Ihnen bekannt vor? Sie lieben Ihre Portion Koffein zum Wachwerden und am besten eine weitere, um sich auch am Nachmittag noch konzentrieren zu können? Dann sollten Sie jetzt unbedingt weiterlesen – denn Guarana macht Kaffee längst ernste Konkurrenz. Was vom beiden besser ist, das finden Sie heute heraus.

1. Koffein: Kaffee oder Guarana – was wirkt besser?

Fünf Texte für die Uni lesen, den Bericht schreiben, das dritte Meeting an einem Nachmittag – fast alles scheint mit Koffein einfach besser zu klappen. Aber warum ist das eigentlich so?

Was ist Koffein?

Bei Koffein handelt es sich um Alkaloide – einer stickstoffhaltigen Verbindung, die in der Natur vorkommt. Hier finden wir sie in rund 60 Pflanzen: vor allem in Teeblättern, Kaffee- und Kakaobohnen. Richtig gehört: auch Schokolade hat Koffein. Je dunkler sie ist, desto koffeinhaltiger. Koffein dient Pflanzen als natürlicher Schutz gegen Schädlinge – es betäubt oder tötet Insekten.

Wie wirkt Koffein?

Wahrscheinlich trinken Sie Ihren Kaffee vor allem aus einem Grund: Um wach zu bleiben. Das funktioniert, weil Koffein sich an Nervenzellen andockt und Adenosin so keinen Platz mehr bietet. Adenosin entsteht durch die Kommunikation von Nervenzellen und signalisiert Ihrem Körper Müdigkeit – es sei denn, Sie verhindern die Ankunft des Signals mit Koffein.

Koffein: Kaffee vs. Guarana

Kaffee: Wie viel Koffein im Kaffee steckt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: Der Kaffeesorte, dem Mahlgrad, Wassertemperatur und Ziehdauer. Wir kommen auf einen Durchschnitt von etwa 80 mg Koffein pro 125 Milliliter Filterkaffee. Espresso schenkt Ihnen auf nur 50 Milliliter rund 50 bis 60 mg Koffein, bei Cappuccino (27 mg) und Latte Macchiato (11 mg) liegt der Gehalt deutlich darunter.

Nachdem Sie am Kaffee genippt haben, dauert es etwa 30 bis 45 Minuten, bis das Koffein in Ihrem Blutkreislauf gelangt und sich im gesamten Körper verteilt. Nach ca. 4 Stunden scheiden Sie es über den Urin aus.

Guarana: Ein einziges Gramm Guarana enthält 40 bis 80 mg Koffein – wiegen Sie es deswegen unbedingt ab. Im direkten Vergleich bietet Guarana somit deutlich mehr Koffein als Kaffee. Allerdings spüren Sie die Wirkung des Pulvers später: Weil Guarana an Gerbstoffe gebunden ist, muss Ihr Körper diese zunächst auflösen – erst dann kriegen Sie die anregende und aufputschende Wirkung des Koffeins zu spüren. Diese hält dafür weitaus länger an.

2. Kaffee oder Guarana: Was ist gesünder?

Kaffee kann viel mehr als Sie einfach nur wach machen. In der Bohne stecken Vitamine und Mineralstoffe, die zu 90 Prozent ins Getränk übergehen:

  •   Vitamin B2 (Riboflavin)
  •   Niacin
  •   Pantothensäure
  •   Vitamin B6 (Pyridoxin)
  •   Kalium
  •   Kalzium
  •   Magnesium
  •   Phosphor

Auch mit einer Portion Guarana nehmen Sie neben Koffein weitere Inhaltsstoffe auf:

  •   Tannine (Gerbstoffe)
  •   Saponine
  •   Theophyllin
  •   Theobromin
  •   4 Prozent Mineralstoffe

Ob Kaffee oder Guarana gesünder ist, lässt sich schwer beantworten. Klar ist: Beide enthalten zusätzliche Inhaltsstoffe wie Mineralien.

3. Nebenwirkungen: Was vertragen Sie besser?

Ganz egal, woher das Koffein kommt: Zu viel davon führt zu Nebenwirkungen. Machen sich ein gesteigerter Harndrang, Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Nervosität, Herzrhythmusstörungen, Schweißausbrüche oder Reizbarkeit bemerkbar, wissen Sie: Die Tasse war zu groß.

Guarana: Gerade Guarana lässt sich schneller überdosieren als Kaffee. Bereits ein Gramm des Pulvers erhöht Ihre Koffeinaufnahme um bis zu 80 mg. Außerdem mag die verzögert einsetzende Wirkung des Guarana-Koffeins trügen – verzehren Sie nicht mehr des Pulvers, weil Sie bisher nichts spüren. Mit einer Waage oder einem Messlöffel lässt sich dieses Problem jedoch sehr leicht lösen – halten Sie einfach Ihre Aufnahme im Blick.

Kaffee: Kaffee wiederum sorgt bei einem empfindlichen Magen für Probleme. Die Bitterstoffe animieren Ihren Magen dazu, mehr Magensäure zu produzieren - diese wiederum lässt teilweise Magenschmerzen, Sodbrennen und eine gereizte Schleimhaut entstehen. Versuchen Sie es mit Espresso: Hier wird die Bohne nur kurz geröstet und enthält deswegen weniger reizende Stoffe. Oder: Greifen Sie zu Guarana. Das Pulver ist wesentlich magenschonender und greift Ihre Schleimhäute nicht an.

4. Vorteile

Wie alles im Leben haben sowohl Kaffee als auch Guarana sowohl Vor- als auch Nachteile. Welche das sind, sehen Sie hier im Überblick:

Kaffee

  •   bei vielen Menschen beliebter Geschmack
  •   wirkt schneller
  •   geringere Gefahr einer Überdosierung
  •   vielfältige Zubereitungsformen über Filterkaffee, Espresso bis hin zu Cappuccino und Latte Macchiato

Guarana

  •   wirkt länger
  •   magenfreundlich
  •   gut für Menschen, die keinen Kaffee mögen
  •   leichter Sättigungseffekt
  •   vielfältige Zubereitungsformen

5. Nachteile

Kaffee

  •   kann den Magen reizen
  •   kürzere Wirkungszeit des Koffeins
  •   Verfärbung von Zähnen und schlechter Mundgeruch

Guarana

  •   schmeckt teilweise bitter
  •   schnellere Überdosierung
  •   braucht länger bis zum Einsetzen der Wirkung des Koffeins

Fazit: Guarana wirkt länger – Kaffee schneller

Ob Kaffee oder Guarana besser zu Ihnen passt, hängt vor allem von Ihnen ab. Möchten Sie besonders lange wach bleiben, um den Aktenhaufen abzuarbeiten? Ihr Magen bereitet Ihnen öfter Probleme und dem Kaffeegeschmack konnten Sie noch nie viel abgewinnen? Das klingt nach einem klaren Fall für Guarana.

Wenn hingegen ein Leben ohne den Kaffeeduft in Ihrer Wohnung für Sie unvorstellbar ist und Sie den schnellen Koffein-Kick mögen, sollten Sie Ihrem Verlangen ruhig nachgeben. Trotzdem: Guarana bietet eine tolle Alternative, probieren Sie es unbedingt aus – selbst dann, wenn Sie von Cappuccino, Filterkaffee und Latte Macchiato nicht genug kriegen können.