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Ist Kokosöl nun gesund oder nicht? - Wir haben die Fakten!

28.01.2020 08:49 / vitalundfitmit100 GmbH

kokosöl gesund oder ungesund, die fakten

Galt Kokosöl lange als Superfood, ging dieser Ruf 2018 über Nacht verloren – durch einen Vortrag von Prof. Dr. Dr. Karin Michels, die das Fett zu "einem der schlimmsten Nahrungsmittel" erkor, "die man überhaupt zu sich nehmen" könne. Aber was ist wirklich dran an diesen Vorwürfen? Solltest Du Kokosöl strikt meiden oder besitzt das Fett nicht doch erstaunliche Kräfte? Das erfährst Du in diesem Beitrag!

1 - Ohne ungesättigte Fette geht es nicht

Die Argumentation in dem Vortrag beruht vor allem auf gesättigten Fettsäuren. Diese sollen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigen lassen. Fakt ist: Kokosöl besteht zu ca. 87 Prozent aus gesättigten Fetten und ca. 8 Prozent aus ungesättigten Fetten. Fakt ist aber auch: Unser Körper benötigt gesättigte Fette ebenso wie ungesättigte Fette.

Hier kommt es vor allem auf die Menge an. Nur noch Kokosöl als universelles Fett in der Küche zu verwenden, ist gesundheitlich wenig empfehlenswert – wie immer sollte Abwechslung und Vielfalt im Vordergrund stehen. Kokosöl als pures Gift zu beschreiben, wird der Sache wissenschaftlich nicht gerecht.

Wer ausschließlich Bio Kokosöl zu sich nimmt, könnte gesundheitliche Probleme kriegen. Aus gutem Grund lautet die erste Ernährungsregel der Deutschen Gesellschaft für Ernährung deshalb: Abwechslung! Wer zum Beispiel nur noch eine Sorte Gemüse verzehrt, entwickelt ggf. ebenfalls Mangelerscheinungen.

2 - Wissenschaftlich schwer zu bewerten

Ganz allgemein ist die Debatte aus wissenschaftlicher Perspektive hinfällig. Denn:

Auf wissenschaftlicher Ebene werden wir nie erfahren, wie gesund oder ungesund ein Lebensmittel letztendlich wirklich ist.

Für eine solche Beurteilung bräuchten wir Studien mit freiwilligen Teilnehmern, die sich über einen längere Zeitraum hinweg (zum Beispiel ein Jahr) ausschließlich von Kokosöl ernähren würden – diese zu finden ist beinahe unmöglich.

Aber selbst, wenn sich jemand bereit erklären würde, entstünden durch die einseitige Ernährung ohnehin Mangelerscheinungen und körperliche Probleme. Hier müssten also die Effekte des Kokosöls von den Folgen der Mangelernährung getrennt werden.

3 - Ein Öl ist nur so gut wie seine Verwendung

Es gibt zwei Dinge, die für die Qualität eines Öles entscheidend sind: Zum einen die Zusammensetzung der Fettsäuren – und zum anderen die richtige Verwendung. Selbst das hochwertigste Öl wird ungesund, wenn es falsch genutzt wird. Vor allem in Bezug auf das richtige Erhitzen.

Jedes Öl besitzt einen bestimmten sogenannten Rauchpunkt: Eine Temperatur, bis zu der sich das Fett unbedenklich erhitzen lässt. Wird dieser Rauchpunkt überschritten, bildet sich in der Pfanne häufig Rauch.

Das Aroma des Öls sowie seine wertvollen Inhaltsstoffe gehen verloren – und es bilden sich schädliche Substanzen wie Acrolein. Dieses gilt als krebserregend und schadet darüber hinaus auch noch der Umwelt.

Zurück zum Kokosöl. Kokosöl besitzt einen sehr hohen Rauchpunkt (ca. 200 Grad). Heißt: Du kannst mit dem Fett bedenkenlos Braten und Frittieren. Zwar mag Kokosöl einen hohen Anteil gesättigter Fette haben. Eben diese ermöglichen aber eine sorgenfreie starke Erhitzung und verhindern die Entstehung von Acrolein.

4 - Mittelkettige Fettsäuren stehen im wissenschaftlichen Fokus

Ja, Kokosöl besitzt viele gesättigte Fettsäuren. Aber zu rund 14 Prozent auch mittelkettige Fettsäuren. Und diese stehen bereits seit geraumer Zeit im Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen – mit dem Ergebnis: Hier scheint es einen positiven Effekt auf unseren Körper zu geben.

Weitere Forschungen stehen noch aus. Dass es keinerlei Studien zu Kokosöl gäbe, stimmt somit nicht. Diese Behauptung stellt Prof. Dr. Dr. Karin Michels in ihrem Vortrag auf.

5 - Kokosöl lässt sich vielfältig anwenden

Ungesättigte Fettsäuren hin oder her – Kokosöl ist vielmehr als ein bloßes Speisefett. Es eignet sich darüber hinaus hervorragend für äußerliche Anwendungen:

  • in die Haarspitzen gerieben spendet es Feuchtigkeit sowie Geschmeidigkeit und beugt Spliss vor
  • vermischt mit etwas Natron und ätherischen Ölen entsteht ein natürliches Deodorant
  • dünn auf die Lippen aufgetragen lindert Kokosöl Spannungen und ersetzt damit hervorragend typische Lippenpflegestifte mit Erdölerzeugnissen
  • trockener Haut schenkt Kokosöl Feuchtigkeit und Spannkraft
  • auf Abschminkpads gegeben wird das Öl zu einem natürlichen Make-Up-Entferner
  • zusammen mit Schlämmkreide und Pfefferminzöl entsteht eine abfallfreie Zahnpasta
  • dünn auf Holzmöbel gerieben, bringt Kokosöl diese wieder zum Glänzen

Warum Kokosöl also ausschließlich anhand der inneren Anwendung beurteilen? Wir finden, das wird dem Öl nicht gerecht – es braucht vielmehr eine umfassende Betrachtung.

Fazit: Per se weder super gesund noch super giftig

Kokosöl solle gegen Krebs, Demenz und andere schwere Krankheiten helfen, hieß es lange im Netz. Viele dieser Wirkungen sind wissenschaftlich schwer zu halten. Aber: Genauso wenig ist Kokosöl pures Gift. Hierbei handelt es sich letztendlich eher um eine emotional geführte Debatte als um eine Diskussion, die auf Fakten basiert.

In gesunden Mengen verzehrt, ruiniert Kokosöl keineswegs Deine Gesundheit. Bringe Vielfalt auf Deinen Speiseplan – verwende zum Beispiel auch Bio Leinöl, Sacha Inchi Öl oder Bio Hanföl und es gibt keinen Grund, sich Sorgen zu machen. Und: Benutze Kokosöl sehr gerne zum Braten. Für die Pfanne könnte es kaum eine bessere Wahl geben!

Marcel
Über den Autor: Marcel H.

Marcel ist CEO der vitalundfitmit100 GmbH. Seine Leidenschaft ist die alternative Gesundheit für Mensch und Tier. Seit vielen Jahren bereits befasst er sich intensiv mit den unterschiedlichsten Themen wie Gesundheit, Spiritualität und Wohlbefinden. Marcel gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet, arbeitet und erarbeitet weltweit im Hintergrund an zahlreichen Projekten und Büchern mit.

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