Wie gefährlich sind Bildschirme wirklich für deine Augen?

Wie gefährlich sind Bildschirme wirklich für deine Augen? - Wie gefährlich sind Bildschirme wirklich für deine Augen?
vitalundfitmit100 GmbH 13.05.2026, 10:32 Uhr / Allgemein

PC, Smartphone, Fernseher: Wie lange schaust du täglich auf Bildschirme? Hier kommen oft viele Stunden zusammen – dabei sind deine Augen nicht für das Sehen in kurze Entfernungen gemacht. Unsere Vorfahren kannten schließlich weder Bücher noch Handys.

Was richten Bildschirme also mit deinen Augen an – und wie kannst du sie entlasten? 

Das passiert, wenn du auf einen Bildschirm schaust

Um die Umgebung zu erfassen, sind deine Augen ständig in Bewegung. Dabei schwanken sie zwischen Nähe und Distanz und reagieren auf die ständig wechselnde Helligkeit.

Sitzt du vor dem Computer, starrst du jedoch über Stunden hinweg auf ein nahes Objekt. Du blinzelst seltener, wodurch sich die Tränenflüssigkeit schlechter verteilt: Deine Augen ermüden, trocknen aus und jucken.

Manchmal kommen sogar Kopf- und Rückenschmerzen dazu, Konzentrationsstörungen oder Verspannungen in Schultern und Nacken.

Und wie sieht es mit Smartphones aus?

Durch die geringe Distanz zum Gesicht strengen Smartphones deine Augen besonders an – das ist aber auch eine Frage der Bildschirmzeit und die mag am PC höher sein. Versinkst du allerdings in Videos, wechselst du seltener in die Fernsicht als am Arbeitsplatz.

Kurzsichtigkeit und Netzhautschäden: Mythos oder Realität?

Sogar wenn du jeden Tag acht Stunden vor dem PC sitzt, schadest du deiner Netzhaut nicht – das ausgestrahlte Blaulicht kann zwar den Schlaf stören, ist jedoch zu schwach, um deine Augen ernsthaft zu gefährden. 

Ob Bildschirme Kurzsichtigkeit verursachen oder verstärken, bleibt umstritten. Wenn du dich auf dein Smartphone oder Desktop fokussierst, verengen sich die Pupillen, wodurch weniger Licht auf deine Netzhaut fällt – Forschenden zufolge könnte genau das ein Risikofaktor sein.

Wichtig: Für Kinder gelten andere Regeln

Bei Kindern erhöhen Bildschirme das Risiko einer Kurzsichtigkeit tatsächlich: eine Stunde um 20 Prozent und zwei Stunden um 50 Prozent – ab vier Stunden steigt es nur noch graduell. 

Diese Zahlen klingen besorgniserregend, allerdings ließen sich in den zugrundeliegenden Studien wichtige Störfaktoren – wie genetische Veranlagung – nicht ausschließen. 

Außerdem zeigte sich: Bei Kindern, die täglich zwei Stunden im Freien verbringen, sinkt das Risiko trotz Bildschirmzeit deutlich – wahrscheinlich, weil Tageslicht die Ausschüttung von Dopamin fördert. Der Botenstoff hemmt das Längenwachstum des Augapfels und beseitigt so die Hauptursache für Kurzsichtigkeit.

So entlastest du deine Augen spürbar: 6 einfache Tipps

Selbst wenn Bildschirmarbeit deinen Augen nicht schadet, kann sie dennoch unangenehme Beschwerden auslösen und deine Konzentrationsfähigkeit senken. Sechs einfache Maßnahmen entlasten deinen wichtigsten Sinn:

1. Schaue öfter in die Ferne

Die 20-20-20-Regel entspannt deine Augen spürbar – probiere aus, wie es sich anfühlt, alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf ein Objekt zu schauen, das mindestens 20 Meter entfernt ist.

2. Mache Augengymnastik

- Lasse den Blick durch den Raum schweifen,
- betrachte die Umgebung hinter dem Fenster
  - oder blinzele häufig.

Wenn du viel am Bildschirm liest, bewege die Augen bewusst die Reihen entlang und erfasse die Wörter manchmal schneller und manchmal langsamer.

3. Achte auf die Luftfeuchtigkeit

Eine geringe Luftfeuchtigkeit trocknet die Augen zusätzlich aus, deshalb regelmäßig lüften und ggf. einen Luftbefeuchter aufstellen.

4. Trage lieber eine Brille statt Kontaktlinsen

Kontaktlinsen saugen etwas Tränenflüssigkeit auf. Wenn deine Augen ohnehin oft trocken sind, kann eine Brille die Beschwerden lindern – außerdem schützt sie vor Wind und Staub.

5. Schalte das Licht ein

Obwohl dein Smartphone hell genug leuchtet, solltest du bei geringem Umgebungslicht trotzdem eine Lampe einschalten – so verhinderst du, dass deine Pupillen sich weiten und das Blaulicht ungehindert in deine Augen eindringt.

6. Versorge deinen Augen mit den richtigen Nährstoffen 

Deine Augen nehmen in jeder Sekunde rund zehn Millionen Informationen auf – sie eröffnen uns die Welt und doch vernachlässigen wir sie.

Eine gesunde Ernährung korrigiert zwar keine Fehlsichtigkeit, aber sie versorgt deine Augen mit den Nährstoffen, die sie brauchen: Vitamin A, Zink und DHA tragen zur Erhaltung normaler Sehkraft bei.

Dein Körper kann DHA in geringen Mengen aus Alpha-Linolsäure gewinnen, welche du in Leinsamen und Walnüssen findest. Wenn fetter Fisch nur selten oder gar nicht auf deinem Speiseplan steht, ist Algenöl eine hochwertige und natürliche Quelle für DHA.

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Fazit: Ungefährlich, aber unangenehm

Bildschirmzeit verringern

Bildschirme schaden deinen Augen so wenig, wie langes Fernsehen sie eckig macht – trotzdem können unangenehme Beschwerden die Folge sein.

Zum Glück hilft es bereits, öfter in die Ferne zu gucken und auf deine Nährstoffe zu achten. Denn dein wichtigster Sinn ist es wert, von dir geschützt zu werden.

Bei Kindern scheinen Bildschirme hingegen das Risiko für Kurzsichtigkeit tatsächlich zu erhöhen – hier sind regelmäßige Pausen und Aktivitäten im Freien essenziell.

Carina J.
Über die Autorin: Carina J., Ökonerd

Seit ihrer Kindheit will Carina vor allem eins: Die Umwelt schützen. Zunächst wurde sie politisch aktiv, besuchte Seminare und schrieb ein Buch. Später verwirklichte sie einen Traum, der sie bis heute begleitet: Als selbstständige Texterin für nachhaltige Unternehmen macht sie mit ihrer größten Leidenschaft - dem Schreiben - die Welt jeden Tag ein kleines bisschen besser.