Galactose - ein idealer Energielieferant für Diabetiker

vitalundfitmit100 GmbH 09.01.2026, 08:49 / Allgemein
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Viele Menschen setzen sich im Alltag bewusst mit ihrer Ernährung auseinander und achten darauf, welche Zuckerarten sie zu sich nehmen. Neben bekannten Zuckern wie Glucose oder Fructose rückt dabei auch D-Galactose zunehmend in den Fokus. Sie wird häufig als mögliche Zuckeralternative betrachtet und findet unter anderem in spezialisierten Ernährungsformen Beachtung.

D-Galactose und ihr Weg im Körper

D-Galactose, auch als Schleimzucker bezeichnet, ist ein natürlicher Einfachzucker und strukturell eng mit Glucose verwandt. Sie kommt in geringen Mengen in bestimmten Obst- und Gemüsesorten vor, ist jedoch vor allem Bestandteil des Milchzuckers (Lactose). Lactose setzt sich aus zwei Zuckerbausteinen zusammen: Glucose und Galactose.

Gelangen lactosehaltige Lebensmittel in den Dünndarm, wird die Lactose dort durch das Enzym Lactase in ihre beiden Bestandteile aufgespalten. Erst in dieser Form können die Zucker vom Körper aufgenommen werden. Während Glucose direkt in verschiedene Stoffwechselprozesse eingebunden wird, wird Galactose über das Blut zur Leber transportiert, wo sie weiterverarbeitet wird. Diese Abläufe sind Teil des natürlichen Zuckerstoffwechsels des menschlichen Körpers.

Galactose als Bestandteil biologischer Strukturen

Galactose ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Organismus und kommt unter anderem in komplexen Kohlenhydraten und Eiweißverbindungen vor. Sie ist an der Bildung bestimmter Zellstrukturen beteiligt und findet sich in verschiedenen biologischen Prozessen wieder. Auch in der Muttermilch ist Galactose enthalten, da sie Bestandteil der Lactose ist.

Darüber hinaus ist Galactose ein Baustein von sogenannten Glyko­proteinen und Glyko­lipiden, die in Zellmembranen und im Bindegewebe vorkommen. Diese Substanzen übernehmen strukturelle und kommunikative Funktionen innerhalb des Körpers. In diesem Zusammenhang wird Galactose häufig als Teil der allgemeinen Kohlenhydratversorgung betrachtet, ohne dabei eine Sonderstellung gegenüber anderen Einfachzuckern einzunehmen.

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Einordnung von Galactose im Zusammenhang mit Diabetes

Im Zusammenhang mit Diabetes wird Galactose häufig diskutiert, da sie sich im Stoffwechsel von anderen Zuckerarten unterscheidet. Ihr glykämischer Index liegt im Vergleich zu Glucose niedriger, was sie für bestimmte Ernährungsansätze interessant macht. Die individuelle Verwertung von Zuckern hängt jedoch von vielen Faktoren ab und kann von Person zu Person unterschiedlich sein.

Auch bei bestehenden Unverträglichkeiten wie einer Fructose-Malabsorption oder einer Laktoseintoleranz wird Galactose gelegentlich als mögliche Alternative thematisiert. Ob und in welcher Menge sie geeignet ist, sollte stets individuell beurteilt werden.

In der Küche kann Galactose beispielsweise zum Süßen von Getränken oder Speisen verwendet oder in Wasser aufgelöst eingenommen werden. Geschmacklich unterscheidet sie sich leicht von herkömmlichem Haushaltszucker.

Wer auf Galactose verzichten sollte

Menschen mit Galaktosämie, einer seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankung, bei der der Abbau von Galactose gestört ist, sollten Galactose meiden. Auch während Schwangerschaft und Stillzeit empfiehlt es sich, vor der Verwendung Rücksprache mit einer medizinischen Fachperson zu halten.

Gummi-Arabicum

Natürliche Herstellung und hohe Reinheit

D-Galactose kann auf unterschiedlichen Wegen hergestellt werden. Eine pflanzliche Variante ist die Gewinnung durch Fermentation aus Gummi arabicum, einem natürlichen Harz afrikanischer Akazienbäume. Auf diesem Weg entsteht ein rein pflanzlicher Einfachzucker, der vegan ist.

Bei dieser Herstellungsform wird auf tierische Bestandteile sowie auf Hilfs-, Füll- und Zusatzstoffe verzichtet. Das Resultat ist eine D-Galactose mit einem hohen Reinheitsgrad von rund 99 Prozent. Diese Art der Produktion zeigt, wie pflanzliche Rohstoffe gezielt genutzt werden können, um reine Einzelstoffe zu gewinnen.

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Fazit:

Galactose ist ein natürlicher Einfachzucker, der als Bestandteil der Lactose und verschiedener biologischer Strukturen im menschlichen Körper vorkommt. Ihre Eigenschaften, ihr Stoffwechselweg und ihre pflanzliche Herstellung machen sie für bestimmte Ernährungsformen und Fragestellungen interessant. Wie bei allen Zuckerarten gilt jedoch: Die individuelle Verträglichkeit und Verwendung sollten immer im persönlichen und gegebenenfalls fachlichen Kontext betrachtet werden.